Die Schnellbahnlinie S80 verläuft genau parallel zur Südosttangente A23 und könnte diese perfekt entlasten wenn sie öfter fahren würde und über die Stadtgrenze hinaus verlängert werden würde. Und: Wenn die geschlossenen S 80 Stationen wieder eröffnet werden würden. Es geht dabei um die Station Hausfeldstraße und die Station Lobau. Rettet die Lobau unterstützt daher die Bürgerinitiative BI S80 Lobau, die sich um deren Wiedererrichtung bemüht.
Am 6.5. fand im Rathaus eine Petitionsausschusssitzung zum Thema Station Lobau statt, davor gab es eine Kundgebung vor dem Rathaus (Foto).
Am 8. Juni gibt es dann noch eine interne Sitzung, in der nochmals beraten wird und die Ergebnisse präsentiert werden.
Hier die Presseaussendung der BI S80 Lobau:
BI S80 Lobau erläutert ihre Petition „Bessere Öffis für die Lobau –
Verkehrsausbau jetzt!“ im Petitionsausschuss der Stadt Wien.
Gelingt ein Durchbruch bei der jahrelangen Denkblockade der Wiener Stadtplanung?
Die BI S80 Lobau kämpft seit nunmehr über 30 Jahren für den Erhalt bzw. die Wiedererrichtung der 2014 geschlossenen S-Bahn-Station Lobau. Mittlerweile ist es im Bezirk gelungen, einen parteiübergreifenden Konsens dafür zu erreichen. Die Stadtplanung stellt sich aber weiterhin taub.
Deshalb hat die BI S80 Lobau eine Petition gestartet, welche mit über 700 Unterschriften erfolgreich war und am 6. Mai 2026 im Petitionsausschuss der Stadt Wien diskutiert wurde.
Im Namen der BI erläuterten Dr. Gerald Pärtern und Jutta Matysek die Anliegen der BI, welche die Schaffung eines multifunktionalen, barrierefreien Verkehrsknotens im Zuge der Wiedererrichtung einer Bahnstation Lobau zum Ziel hat.
Vielen Mitgliedern dieses Ausschusses konnte sichtlich verständlich gemacht werden, dass es sich hier nicht nur um ein Projekt für einige AnrainerInnen handelt, sondern eine Chance, für weite, mit Naturräumen unterversorgte Teile Wiens einen
leichteren, schnelleren Zugang mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Erholungsgebieten Lobau und Neue Donau zu schaffen.
Daneben wurde klar, dass die Abschottung des lokalen Einzugsgebietes von der Donau durch die Stationsschließung, verstärkt durch die kürzliche Sperrung ihres noch existierenden öffentlichen Begleitweges (Goldnesselweg), mit einem
wiedererrichteten S-Bahn-Verkehrsknoten „Lobau“ nachhaltig behoben werden könnte.
Die BI S80 Lobau fordert keineswegs – wie von manchen Seiten unterstellt wird – eine unrealistische Taktverdichtung des öffentlichen Verkehrs, sondern betont, dass ein Anschluss des existierenden Verkehrsangebotes an eine wiederrichtete
Bahnstation Lobau mit einem Schlag die Effizienz der bestehenden Verkehrslinien in diesem Gebiet massiv heben würde. Dies, weil die Zahl der Linien, die direkt oder mit einmaligem Umsteigen mit dem Einzugsgebiet der Station Lobau und den daran
angebundenen Linien erreichbar sind, gegenüber dem aktuellen Zustand ohne S-Bahnstation Lobau um den Faktor 8 – von 10 auf 80 (!) Verkehrslinien und damit auch die von diesen versorgten Stadtbereiche – erhöht würde.
Es ist zu hoffen, dass die jahrelange Blockadehaltung der Wiener Stadtplanung, die lediglich mit dem angeblich geringen Fahrgastpotential im unmittelbaren Umfeld der Station argumentiert hat, angesichts der Synergieeffekte eines wieder geschaffenen
Verkehrsknotens endlich gelöst wird. Die Gemeinde Wien ist im wahrsten Sinne des Wortes am Zug, mit den ÖBB entsprechende Übereinkommen zu treffen. Die Zeit drängt, denn die Bahnstrecke zwischen Stadlau und Simmering soll vernünftigerweise in absehbarer Zeit viergleisig ausgebaut werden und spätestens dann darf diese Chance für das Wiener Verkehrsnetz nicht verpasst werden.
