Kategorie: News

Mach mit: Radeln For Future 2.10.2026

Info • Route • Bilder • Do’s & Don’ts

Am 2. Oktober erobern wir die Nordbrücke auf der A22! Die Regierungen im Bund und den Ländern betreiben seit Jahren nur Scheinklimaschutz. Das zuletzt beschlossene, zahnlose Klimagesetz ist nur ein weiteres Beispiel dafür. Statt wirksamen Klimaschutzes werden weiter Autobahnen gebaut. Der Hitze- und Dürresommer hat allerdings gezeigt, welche Zukunft uns in der Klimakatastrophe mit dem Weiter-wie-bisher erwartet. Wir fordern stattdessen zukunftsfitte Politik!



Zukunftsfitte Politik bedeutet ein Ende des Autobahnausbaus. Österreich hat bereits jetzt eines der dichtesten Autobahnnetze Europas. Zur langfristigen Sicherung der Lebensqualität in unserem Land muss das Geld stattdessen in Maßnahmen wie den Ausbau des Umweltverbunds gesteckt werden, um Öffis, Rad- und Fußverkehr zu stärken!

Zukunftsfitte Politik bedeutet auch den Schutz wertvoller Ackerböden, des Grund- und Trinkwassers sowie der Natur. Das sind nur die offensichtlichsten Gründe, aus denen der Bau der Lobauautobahn endlich aus dem Bundesstraßengesetz gestrichen werden muss! Die Bewegung „Lobau bleibt!“ kämpft seit fünf Jahren dafür! Das wollen wir am 2. Oktober auch feiern!

30 Minuten für aktive Mobilität

Aus all diesen Gründen erobern wir die Nordbrücke, die symbolisch für die vielen falschen verkehrspolitischen Entscheidungen der Regierungen steht. Zum Beispiel soll der Steinitzsteg während der Sanierung der Nordbrücke vier bis fünf Jahre lang dem Autoverkehr geopfert werden, anstatt weiterhin eine sichere Donauquerung für den Rad- und Fußverkehr zu sein.
Für Zufußgehende bedeutet die ersatzlose Sperre des Steinitzsteges bis zu halbstündige Umwege. Dagegen protestieren wir mit einer halbstündigen Aktion auf der A22/Nordbrücke!

Erzählt allen davon, sattelt die Räder und kommt am 2.10. um 17:00 zum Votivpark! Gemeinsam radeln wir für eine unabhängige, gerechte und klimafreundliche Zukunft!

Wir freuen uns auf euch!

Unterstützt bitte auch unsere Mail-Aktion gegen die Sperre des Steinitzssteges.

Treffpunkt: 17:00 Uhr beim Votivpark
Abfahrt: 17:30 Uhr
Ende und Abschlusskundgebung: ca. 20:00 Uhr beim Votivpark

Route: OpenStreetMap

Du willst mithelfen?

Erzähle allen, die du kennst, davon. Oder drucke Flyer aus und verteile sie in der Schule, an der Uni, am Arbeitsplatz. Werde aktiv!

Do’s & Don’ts

  • Wir verhalten uns allen anderen gegenüber respektvoll sowie achtsam und versuchen Mitfahrenden zu helfen, falls sie Hilfe brauchen (Fahrraddefekte, emotionale Unterstützung, körperliche Hilfen, …)
  • Wir sind und bleiben freundlich. Versuchen andere, durch Zurufe, Gesten, wildes Hupen oder auf andere Art zu provozieren, antworten wir mit einem Lächeln, winken und klingeln.
  • Wir halten uns an die Anweisungen der Polizei, die uns aus Sicherheitsgründen begleitet.
  • Wir fahren als geschlossener Zug über Kreuzungen, auch wenn die Ampel auf Rot umschaltet, und helfen der Polizei ggf. durch „Corking“, um uns vom Autoverkehr abzuschirmen.
  • Wir versuchen, den öffentlichen Verkehr und Zufußgehende möglichst wenig zu beeinträchtigen.
  • Wir hinterlassen keinen Müll und sammeln auch Müll anderer auf, wenn der Demonstrationszug stehen bleibt.
  • Angehörige politischer Parteien sind willkommen, Parteiwerbung in Form von z. B. Flaggen, Luftballons oder T-Shirts ist unerwünscht.
  • Flaggen, Demoschilder und Transparente zu klimapolitischen Themen sind willkommen, andere politische Botschaften und Landesflaggen sind unerwünscht.

Wetter

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Diesen Spruch werden wir nicht komplett beherzigen. Abgesehen von Extremwetterereignissen findet die Demonstration bei jedem Wetter statt, kann aber ggf. auch kurzfristig abgesagt oder abgebrochen werden. Eine eventuelle Absage werden wir über unsere Accounts in den sozialen Netzwerken kommunizieren.


Rechtliche Hinweise

„Radeln For Future“ ist eine Demonstration. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Im Rahmen der Demonstration werden Bild- und Tonaufnahmen erstellt, die entsprechend der DSGVO verarbeitet, gegebenenfalls auch zeitnah veröffentlicht werden und für die Ankündigung zukünftiger Aktionen sowie Medienberichte oder andere Zwecke mit Bezug zu „Radeln For Future“ Verwendung finden können. Die Teilnahme gilt als Einverständniserklärung.

Filmnachmittag Thema Autobahn So 18.10.2026

Foto: Autobahn/Daniel Abma

So, 18 OKT 2026
13:00–15:30


Filmcasino
Margaretenstraße 78, 1050 Wien
U4 Pilgramgasse (7min), Bus 13A, 59A – Ziegelhofgasse (1min)

Film-Kunst-Musik


Autobahn

­Filme von Daniel Abma und Christoph Schwarz, anschl. Gespräch mit Klara Schenk (VCÖ) & Jutta Matysek (Rettet die Lobau – Natur statt Beton)

Kein anderes Bauwerk der Automobilität hat unser Leben und unsere Landschaften in den letzten 100 Jahren umfassender geprägt als die Autobahn: Die Architekturfilm-Matinee im Filmcasino, kuratiert von Lotte Schreiber, zeigt zwei Filme, die sich mit der Autobahn als Bauwerk zwischen Glücksversprechen und Zerstörung auseinandersetzen:


Autobahn-Knoten-Raten (Christoph Schwarz, AT 2022, 4min, OF)

Die autozentrierte Stadtplanung der 1970er Jahre opferte die schönsten Ecken Wiens der Autobahninfrastruktur. Ein menschenfeindliches Mobilitätsparadigma, dokumentiert von der Luftbildsammlung der Stadt Wien, zum launigen Ratespiel umgedeutet.

Autobahn (Daniel Abma, DE 2019, 85 min, OmeU)
Einem fehlenden Verbindungsstück der Autobahnstrecke zwischen Warschau und Rotterdam geschuldet, drängen sich täglich tausende LKWs durch die Innenstadt von Bad Oeynhausen. Der Lückenschluss ist umstritten und der langwierige Prozess um die Fertigstellung des Autobahnteilstücks erzeugt Hoffnung und Verzweiflung. Acht Jahre lang begleitete der niederländisch-deutsche Dokumentarfilmer betroffene Bewohner:innen. Ein beeindruckendes Langzeitportrait über die Konsequenzen eines stetig wachsenden Mobilitätsanspruchs, der immer öfter an seine Grenzen stößt.

Im Anschluss sprechen wir mit Klara Schenk, Klima- und Mobilitätsexpertin des VCÖ – Mobilität mit Zukunft, und Jutta Matysek, Initiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton, über die Autobahn als Infrastruktur, aktuelle Autobahnprojekte und Alternativen für eine zeitgemässe Mobilitätswende.
Moderation: Lotte Schreiber
https://www.youtube-nocookie.com/embed/1hKOtE_wmPM?si=LQytpgFyctKF-K8e&controls=0

Mit Klara Schenk , VCÖ – Mobilität mit Zukunft , Jutta Matysek , Rettet die Lobau und Lotte Schreiber

Ticketreservierung: filmcasino.at

Auch das andere Program des Int. Festivals für urbane Erkundungen von 13.- 18.Okt ist sehr empfehlenswert: https://urbanize.at/programm/

Autobahn? Lobau retten! Infowanderung Sa, 17.10.2026

durch die Lobau mit Jutta Matysek

Wir freuen uns im Rahmen des

einladen zu können:
Autobahn? Lobau retten! Infowanderung durch die Lobau mit Jutta Matysek

Die Lobau-Autobahn ist als fossiles Großprojekt seit 30 Jahren umkämpft. Verkehrsplaner und Klimaschützer sprechen sich dagegen aus, doch die Politik will bauen. Die Infowanderung mit Lobau-Expertin Jutta Matysek gibt Überblick über die Ausbaupläne, deren Auswirkungen auf das Naturschutzgebiet und Möglichkeiten des Widerstands. Bei jedem Wetter. Verpflegung mitnehmen!

Mit Jutta Matysek und Rettet die Lobau

Foto: Lobau bleibt

Sa, 17 OKT 2026
11:00–14:00

Um Anmeldung wird gebeten. (Eintritt frei)


Treffpunkt: Station Eßling, Stadtgrenze
Eßlinger Hauptstraße, Station Eßling, Stadtgrenze Bus 26A, 1220 Wien
26A, 88A – Eßling, Stadtgrenze

Stadt-Praxis


Findet bei jedem Wetter statt. Verpflegung mitnehmen! Gewandert wird auf erlaubten Wegen.Wir machen darauf aufmerksam, dass Hunde freilaufenlassen im Nationalpark verboten ist.

Auch das andere Program des Int. Festivals für urbane Erkundungen von 13.- 18.Okt ist sehr empfehlenswert: https://urbanize.at/programm/

Widerstand gegen eine Lobau-Autobahn Infoabend im Metalab 11.Sept 19 Uhr

Infoabend zur drohenden Lobau-Autobahn, Vortrag & Diskussion mit Jutta Matysek. Mit vielen Grafiken und Bildern wird gezeigt wie sich diese Lobau-Autobahn S1 Süßenbrunn – Schwechat und ihre Metastasen, eine S1 Spange und eine S8 Marchfeldschnellstraße auswirken würden auf: Boden, Klima, Verkehrssituation, Kosten, Sicherheit, Lärm, Nationalpark Donau-Auen und dessen gefährdeter Arten, Erholungsgebiete, Grundwasser und was es für bessere Lösungen gibt. Der aktuelle Stand der Rechtsverfahren wird ebenso zur Sprache kommen wie die bisherige und geplanten Widerstandsaktionen und wie mensch sich – im Rahmen der eigenen Möglichkeiten – beteiligen kann.

Freitag, den 11. September 2026 um 19:00
im Metalab, Rathausstraße 6, 1010 Wien

Eintritt frei!

Jutta Matysek ist Sprecherin der BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton und seit 2003 gegen die geplanten Autobahnprojekte im Nordosten Österreichs aktiv.

„Metaday“:Einmal im Monat lädt das Metalab Vortragende aus aller Welt ein, um von ihren Projekten und Ideen zu erzählen. Anschließend gibt es sowie ein gemütliches Ambiente für Diskussion und Austausch.

Weitere Infos unter:

https://metalab.at/wiki/Metaday_114

Lobaubleibt Aktion für mehr Wasser in die Lobau

Am 27.8.2026 haben Lobaubleibt Aktivist*innen eine symbolischen Kübelkette am Staudigl-Balkendamm gemacht um mehr Wasserzuleitung in die Unteren Lobau zu fordern.

Die Lobau hat viel zu wenig Wasser! Das ist aber nicht nur durch die Klimaerhitzung und die wie überall in Österreich dramatisch gesunkenen Grundwasserstände bedingt. Das liegt hier vor allem an der Donauregulierung und einer historisch gewachsenen, überbordenden Menge an Hochwasserdämmen. Dadurch kann das Hochwasser der Donau nur beim Schönauer Schlitz gegen die Strömungsrichtung der Donau in die Lobau einfließen und veraltete Schleußenordnungen verhindern, dass es dort länger gehalten wird.

Die Stadt Wien hat es in der Hand mehr Wasser über die oberirdische Dotierung (künstlicher Zufluß von Donau Wasser aus der Neuen Donau das via Hebergraben, Mühlwasser und Groß Enzersdorfer Arm in die Untere Lobau rinnt) zufließen zu lassen. Die Stadt Wien läßt hier allerdings so wenig Wasser hinein, dass beim Staudigl Damm Nichts mehr weiterfließt.

Der Staudigl-Damm trennt die Obere von der Unteren Lobau. Lächerliche Bretter, die aber bei dem schwachen Wasserzufluß den die Stadt Wien überhaupt zulässt bewirken, dass seit Jahren viel zu wenig Wasser in die Untere Lobau weiterfließen kann.

Mit fatalen Folgen für die Auenökologie für die das Wasser eine Überlebensfrage ist.

Kein Wunder, dass die Gewässerflächen mit jedem Jahr weniger werden. Mit tötlichen Folgen für geschützte Tiere und Pflanzen die darauf angewiesen sind!

Die Stadt Wien begründet ihre Blockadehaltung damit, dass Trinkwasser aus der Lobau gewonnen wird. Sie behauptet nicht mehr Wasser in die Lobau lassen zu können um den Eintrag von Keimen zu verhindern.

Dazu sollte man wissen, dass Trinkwasser aus der Lobau nur in Ausnahmefällen verwendet wird, wenn die Hochquellwasserleitungen in Wartung sind und wenn es im Hochsommer wirklich zuwenig Wasser im Netz gibt.
Wenn Hochwasser ist wird auch kein Trinkwasser aus der Lobau gewonnen.
Hinzu kommt, dass in Zukunft bei den steigenden Hygeniestandards die Stadt Wien das Lobau Wasser sowieso aufbereiten wird müssen. Dafür war auch schon vor Jahren eine Wasseraufbereitungsanlage Kleehäufel geplant worden, wurde aber nicht umgesetzt.
Mehr Dotation bedeutet auch, dass mehr Wasser gewonnen werden könnte.

Die Misere ist seit Jahren bekannt und wird immer gravierender. Um darauf aufmerksam zu machen haben zahlreiche Umweltschützer*innen eine symbolische Eimerkette gebildet:

Presseaussendung von Lobaubleibt

„Unser Klimaminister ist zum Kübeln“ – Bürger:innen protestieren mit symbolischer Kübelkette gegen das Austrocknen der Unteren Lobau

Während die Stadt Wien die Untere Lobau faktisch verlanden lässt, greifen Bürger:innen zu aktivistischen Mitteln: Am 27. August um 10:00 Uhr versammeln sich Aktivist:innen der Bewegung Lobau bleibt, Esslinger für die Lobau, Global 2000, Fridays for Future, Radeln for Future, Parents for Future, dem Fischereiverein LOBAU sowie Wissenschaftler:innen, Naturschützer:innen und engagierte Bürger:innen am Staudigl-Damm, um eine symbolische Kübelkette zu bilden.

Ein Damm als Symbol für politische Blockade: Zentrum des Protests ist der Staudigl-Damm an der Grenze zwischen Wien und Niederösterreich. Die Aufgabe dieser Holzbalken-Sperre ist es, zu verhindern, dass lebensnotwendiges Wasser aus der oberen in die austrocknende Untere Lobau fließt.
Die Stadt Wien begründet diese Sperrung mit dem Schutz der Wiener Grundwassser-Brunnen vor hygienischer Beeinträchtigung. Fachleute, Wissenschaftler:innen sowie Die Grünen Wien bezeichnen dies jedoch als Vorwand.

Die Absurdität eines politischen Versäumnisses sichtbar machen: Ziel der Aktion ist es, ein politisches Versagen aufzuzeigen: In einem hochmodernen Staat muss Wasser händisch geschöpft werden, weil eine bereits genehmigte, zentrale Aufbereitungsanlage für alle Wiener Grundwasserwerke am „Kleehäufel“ vor 20 Jahren wieder abgesagt wurde. Wäre das nicht geschehen, gäbe es heute keine Probleme, die Untere Lobau mit Wasser zu speisen. Das Grundwasser-werk Lobau wäre mit einer mehrstufigen Aufbereitungs-anlage gegen alle Beeinträchtigungen gut gewappnet.

„Es ist ein Symbol für ein technokratisches Denken“, so Stefan Holly, Presssprecher von „Lobau bleibt“. „Die Stadt priorisiert eine starre Sicherheitslogik über das Überleben eines einzigartigen Naturjuwels, obwohl es mit der Anlage am Kleehäufel eine technisch machbare Lösung gäbe, um beides zu sichern: sauberes Trinkwasser und eine lebendige Au.“

Ökologischer Notstand vor EU-Deadline: Die Aktion erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt. Der Brand in der Lobau am 4. August hat eindringlich gezeigt, wie verwundbar ein ausgetrocknetes Gebiet ist. Bis zum 1. September müssen Regierungen ihre Renaturierungsvorhaben an die EU melden. Während in anderen Regionen, wie etwa in der Petroneller Au bewiesen wurde, dass eine gezielte Bewässerung Auenlandschaften retten kann, fehlt die Lobau im Wiener Katalog der Prioritäten. Die Kübelkette soll verdeutlichen: Wer heute nicht handelt, macht die Zerstörung dieses Ökosystems irreversibel.“


Die Stadt Wien reagiert – wie schon seit Jahren – mit Verweis auf eine Expert*innen Gruppe die sie beauftragt hat Etwas auszuarbeiten. Diesmal ein Grundwasserströmungsmodell für die Untere Lobau. Man darf gespannt sein.

Wir kämpfen auf jeden Fall weiter für mehr Wasser in die Lobau!

„Mein Bezirk“ Medienbericht zum Nachlesen

Copyright der Fotos: Lobaubleibt

Infovortrag von Rettet die Lobau am 29.Juli 19 Uhr

Als überparteilicher Verein freuen wir uns wenn wir eingeladen werden Vorträge und Diskussionsinput gegen die drohenden Autobahnen zu halten. Dieses Mal lädt die KPÖ Donaustadt:

„Lobau bleibt – Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven

Vortrag und Diskussion mit Jutta Matysek vom Verein „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“

Wann? 29. Juli, 19 Uhr

Wo? Wurmbrandgasse 17, 1220 Wien

Die geplante Lobau – Autobahn und alle damit verbundenen Hochleistungsstraßenprojekte sind Themen, welche die Bevölkerung der Donaustadt (und darüber hinaus) schon längere Zeit beschäftigen und schon in den vergangenen Jahren breiten Widerstand hervorgerufen hat. Für uns ist klar, dass solche Hochleistungsstraßenprojekte klar abzulehnen sind, da sie nicht nur ökologisch und verkehrstechnisch schädlich bzw. kontraproduktiv sind, sondern vor allem auch, da sie in Zeiten des allgemeinen Sparkurses absolut unsozial sind.

Denn während es zu historischen Einsparungen in beinahe allen Bereichen kommt und für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs kein Geld bereitgestellt wird, sollen für eine Lobau-Autobahn über 2,7 Milliarden Euro ausgegeben werden (laut Verkehrsminister Hanke. Der VCÖ rechnet mit Kosten von mind. 5 Mrd!) Und das für ein Projekt, welches seinen angegebenen Zweck, nämlich eine Verkehrsentlastung für die Donaustadt zu bringen, sogar laut den eignen Studien der Projektbetreiber nicht erfüllen wird!

Daher möchten wir uns bei unserem nächsten Bezirksabend der KPÖ Donaustadt genauer mit dieser Frage befassen.

Wir freuen uns daher ganz besonders Jutta Matysek, Obfrau vom Verein „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ und engagierte Aktivistin in der „Lobau bleibt“ Bewegung, begrüßen zu dürfen. Sie wird über aktuelle Entwicklungen rund um den Lobautunnel & Co bzw. Widerstand dagegen berichten. Gemeinsam möchten wir auch diskutieren wie man sich aktiv gegen diese Großprojekt engagieren kann und welche sowohl sozialen als auch ökologischen Maßnahmen stattdessen vernünftig wären.“

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Lobauverdurstung: VIRUS prüft nun rechtliche Schritte gegen Verantwortliche

Presseaussendung der Umweltorganisation VIRUS vom 22.07.2026

Aussender-Logo

Auch Bund muss endlich eingreifen

Wien (OTS) – 

Angesichts der seit langem bekannten Misere um die unzureichende Wasserversorgung der Lobau im Wiener Teil des Nationalparks Donauauen kündigt die Umweltorganisation VIRUS nun die Prüfung rechtlicher Schritte gegen die Verantwortlichen an. Sprecher Wolfgang Rehm: „Die Republik Österreich hat hier klare unionsrechtliche Verpflichtungen eingegangen und Wien darf diese nicht konterkarieren. Wenn nicht schnell etwas geschieht, muss der Bund die Verantwortung übernehmen und ein Machtwort sprechen“

Die Donauauen seien neben dem Nationalparkstatus auch als Europaschutzgebiete nach beiden Naturschutzrichtlinien ausgewiesen. „Daraus ergibt sich die Verpflichtung, einen günstigen Erhaltungszustand zu gewährleisten. Während dies in Niederösterreich mit zahlreichen Renaturierungsprojekten besser funktioniert, steht Wien seit über 20 Jahren auf der Bremse, so Rehm“. Die aktuelle Trockenheit sei dabei nur ein Brennglas, das jahrzehntelange Versäumnisse stärker zum Tragen bringe. Die Sondersituation der Lobau ergebe sich daraus, dass diese im Vergleich zum Rest des Nationalparks hinter den dort flussnah fehlgeplanten Hochwasserschutzdämmen liege. „Dieses Defizit muss durch eine bessere Wasserversorgung und in Folge eine Wiederdurchströmung ausgeglichen werden. Für die Obere Lobau gibt es ein Dotationsprojekt, der Weiterleitung des Wassers in die ökologisch viel wertvollere Untere Lobau stehen nur einige Dammbalken im Weg, sie ist technisch sofort möglich, wird aber von der Wiener Stadtregierung und dem Magistrat verhindert,“ so Rehm. Dass die Nationalparkverwaltung dort nichts zu reden habe, sondern die MA49 selbst Nationalpark mache, habe sich als keine gute Idee erwiesen und gehöre 30 Jahre nach Nationalparkgründung dringend geändert. Argumentiert werde seitens der Stadt Wien mit der Trinkwassergewinnung in der Lobau und werde fortlaufend neu untersucht statt gehandelt. „Dabei wird einerseits mit zweierlei Maß gemessen, bei diversen Bauprojekten ist die MA31 keineswegs so zimperlich, wie bei der Verhinderung der Wasserzufuhr in der Lobau. Andererseits wird übersehen, dass das Grundwasserwerk Lobau wenig genutzt wird und befürchtete Qualitätsverschlechterungen jenes Maß nicht überschreiten können, das bei jedem größeren Hochwasser ohnehin auftritt, jedoch nur für kurze Zeit und reversibel“, so Rehm. Weiterer Informationsgewinn sei nie schlecht aber anstelle lediglich eine Grundwassermodellberechnung nach der Anderen zu erstellen wäre zeitnah ein praktischen Versuch mit engmaschigem Monitoring auf den Weg zu bringen. „Statt die Sache zu Tode zu untersuchen, muss dringend gehandelt werden und braucht der Intensivpatient Untere Lobau dringend lebensrettende Sofortmaßnahmen in Form von Wasser-Infusionen“, so Rehm abschließend.

Foto (Copyright Rettet die Lobau): Die Gewässerflächen (hier beim Josephsteg) nehmen in der Lobau rapide ab!

Bundesverwaltungsgericht erteilt Asfinag und Hanke Abfuhr -EuGH wird zu S1 entscheiden und für Rechtssicherheit sorgen!

Wie die verfahrensbeteiligte Umweltorganisation VIRUS mitteilt, kommt das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) der Anregung der Asfinag nicht nach und bleibt das 2025 zum S1-Lobautunnel eingeleitete Vorabentscheidungsersuchen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) somit aufrecht. Sprecher Wolfgang Rehm „Mit Genugtuung nehmen wir zur Kenntnis, dass der schon nahezu dummdreiste Versuch, das wichtige Vorabentscheidungsverfahren beim Europäischen Gerichtshof abzudrehen, nicht erfolgreich war, nun wird der EuGH Rechtssicherheit herstellen“.

Gemäß der bereits gefestigten Rechtsprechung des EuGH habe die Nichtdurchführung einer Strategischen Umweltprüfung vor Annahme eines Plans – hier Änderungen am hochrangigen Straßennetz – zur Folge, dass dieser Plan auszusetzen oder aufzuheben sei. Es dürften weiters für die darauf fußenden Projekte keine Genehmigungen erteilt werden bzw. seien bereits erteilte Genehmigungen aufzuheben. „Im Zuge vergangener Bundesstraßengesetznovellen sind genau diese Prüfungen versäumt worden“, so Rehm. Derartige Mängel würden grundsätzlich als sanierbar gelten, dies jedoch nur unter gewissen Voraussetzungen. „Was Minister Hanke und die Asfinag da in den letzten Monaten abgeliefert haben, fällt nicht darunter. Erst wurde eine fast fertige Umweltprüfung abgewürgt, weil das Ergebnis nicht passte. Es folgte stattdessen eine äußerst schlecht gemachte Einzelfallprüfung, genannt „Screening“, in der entgegen aller dokumentierten Evidenz behauptet wurde, dass es mangels erheblicher Umweltauswirkungen gar keine Prüfung braucht. Das geht rechtlich so nicht und war auch fachlich indiskutabel,“ kritisiert Rehm. Dem nicht genug habe parallel zum Vorstoß der Asfinag beim BVwG das Bundeskanzleramt im Übereifer versucht, direkt beim dafür unzuständigen Gerichtshof in Luxemburg zu intervenieren, obwohl dieser nur die vorgelegten Fragen zu behandeln hat und in diesem fortgeschrittenen Verfahrensstadium keine Stellungnahmen mehr eingebracht werden können. „Wenn kümmert die Verfahrensordnung, wenn man in schlechter innenpolitischer Überheblichkeitstradition meint, mehr Rechte zu haben, als andere und Anspruch auf bevorzugte Sonderbehandlung“, kritisiert Rehm. Das BVwG habe jedenfalls nun nach Einholung schriftlicher Stellungnahmen und einer für die Asfinag gar nicht gut verlaufenen ganztägigen mündlichen Verhandlung dem EuGH und den Verfahrensparteien mitgeteilt, dass die Screeningentscheidung des Ministers selbst bei einer Grobbeurteilung nicht als vollständig im Sinne der bezughabenden EU-Richtlinie betrachtet werden könne. „Jetzt wird auch den Betonierern nichts anderes übrig bleiben, als einfach das EuGH-Urteil abzuwarten. Die Chancen von Minister Hanke, sein superteures Wunschprojekt, das die behauptete Verkehrsentlastung nicht bringt, durchzuboxen, sind durch die aktuelle Entwicklung geschwunden,“ so Rehm abschließend.“ (Presseaussendung der Umweltorganisation VIRUS vom 8.7.2026):

Zu diesen Neuigkeiten gab es eine Menge Medienberichterstattung:

Salzburger Nachrichten
ORF Wien
Vienna.at
Mein Bezirk
NÖN
Heute
Kurier
OE24

und eine Presseaussendung der Wiener Grünen

Fotos: Groß Enzersdorfer Arm im Abendrot (Copyright BI Rettet die Lobau)

Lobau Tshirts, Buttons und viel mehr…

Gelbe Nadelbuttons mit dem Frosch, der die Autobahn zerreißt und der Aufschrift Rettet die Lobau könnt ihr bei uns via Kontaktformular bestellen.

Wenn ihr Zeit und Lust habt unsere Flugblätter zu verteilen oder sie bei euch auflegen könnt (in eurer Praxis, Geschäft, Cafe, usw) dann meldet euch bitte bei uns und sagt wieviel ihr haben könnt und wir schicken euch welche zu.

Ab Mitte Juli ist das Froschleiberl wieder in allen Größen bei uns zu bestellen: Unser beliebtes schwarzes T-shirt mit dem grünen Frosch, der die Autobahn zerreißt und Platz schafft für klimafreundliche Mobilität!

Unser Froschleiberl hat kurze Ärmeln und kann natürlich auch – wie hier – über ein langärmeliges Shirt getragen werden.

Im aktuellen Design hat der Frosch einen Sprung nach vorne gemacht Richtung umweltfreundlicher Zukunft. Im Mittelpunkt weiterhin der sympathisch-universelle Spruch „Hier kommt keine Autobahn“ mit dem das Tshirt gegen alle geplanten Autobahnen tragbar ist

Sie sind nicht nur sehr angenehm zu tragen, sondern haben sich auch als gute Möglichkeit gezeigt mit Interessierten in Gespräch zu kommen…hehehe
Hier die Ansicht von vorne:

Wir können Euch in unisex Format die Größen XS, S, M, L, XL, XXL und XXXL anbieten, Als coole Möglichkeit auch bei kaltem Wetter seine Meinung via Shirt in die Öffentlichkeit zu tragen hat sich erwiesen eine große Größe zu nehmen und es z.B.: über dem Pullover, als oberste Schicht zu tragen.

Hier das Leiberl von hinten mit dem Logo der BI Rettet die Lobau:

Die Leibern kosten im Einkauf 16 Euro. Die Leiberln wurden uns von einem großzügigen Unterstützer finanziert, dass heißt, was ihr uns dafür gebt können wir zu 100% in den Kampf gegen die geplanten Autobahnen und für eine zukunftsfähige Mobilität stecken!!! Wir sind mitten in zahlreichen Rechtsverfahren, müssen Gutachten und Anwaltskosten finazieren, Infomaterial drucken, wollen Protestcamps und -Aktionen fortführen können und und und ..wir brauchen wirklich genau jetzt einfach Geld um die drohenden Autobahnen zu verhindern.

Wer eine größere Größe nimmt hat auch die Möglichkeit das Froschleiberl auch bei kaltem Wetter über Pullover/Jacke anzuziehen.

Der Aufdruck auf den Tshirts ist Siebdruck auf hochwertiger Biobaumwolle von der österreichischen Firma Guter Stoff. Sie verkauft ausschließlich zertifiziert bio, fair & vegan hergestellte Basics wie T-Shirts, Hoodies und Stofftaschen usw. und bedrucken diese auch.

Wenn ihr auch Leiberln haben wollt, dann schreibt uns gerne, an welche Adresse, wieviele, in welcher Größe, ihr geschickt haben wollt und spendet bitte was euch möglich ist an:

Empfänger: Rettet die Lobau – Natur statt Beton
IBAN: AT74 6000 0000 9216 8510
BIC: BAWAATWW

Wir bitten genug zu spenden, dass auch das Porto gedeckt ist. Vielen Dank!

Unabhängig von unseren Tshirts die ihr auf Spendenbasis bei uns direkt mit dem Kontaktformular bestellen könnt gibt es noch folgende Neuigkeit:

Wenn ihr unsere Motive lieber auf etwas Anderem gedruckt haben wollt, gibt es die Möglichkeit euch direkt an Guter Stoff zu wenden. Die Firma hat von uns die Erlaubnis euch unsere Motive mit Digitaltransferdruck auf jedes beliebiege Produkt aus ihrem reichhaltigen Sortiment zu drucken. Die Druckfarben sind Ec.o-Passport zertifiziert. Sie können deshalb auch auf Kinderkleidung angewendet werden. Wenn ihr also den Frosch und den Schriftzug zb auf einen Babybody haben wollt oder auf ein Tanktop oder auf einen Pullover oder/und eine besonders Größe oder eine andere Untergrundfarbe als Schwarz braucht, klickt euch durch im Onlineshop von Guter Stoff. Oder fahrt direkt ins Geschäft, da könnt ihr die Sachen vorher auch angreifen & anprobieren. Wieviel das jeweilige gewünschete Teil mit dem Motiv bedruckt euch dann kosten wird und wielang die Herstellung dauert müsst ihr direkt bei Guter Stoff erfragen, (das variiert natürlich je nachdem worauf gedruckt wird), und auch dort bestellen und bezahlen (die normalen Preise von Guter Stoff). In diesem Fall verdient Rettet die Lobau Nichts dabei, aber wir freuen uns, dass unser Motiv mehr getragen wird und damit öfter in der Öffentlichkeit sichtbar wird.

Lobaubleibt Fensterbanner – bringt Sichtbarkeit im öffentlichen Raum!

Das Lobaubleibt! Fensterbanner kann auf der Lobaubleibt Homepage kostenlos bestellt werden.
..es läßt sich auch als Cape oder Fahne bei Demos einsetzen 🙂

Und hier könnt ihr euch auch ein lustiges Kinderzine (Faltbüchlein) ausdrucken zum Vorlesen und Anmalen 🙂

Schlagwörter: Kunst gegen die Lobau-Autobahn

Spendenaufruf für unseren rechtlichen Kampf gegen eine Lobau-Autobahn

Liebe Unterstützer*innen!

Heute wenden wir uns mit einem dringenden Spendenaufruf an euch:

Der rechtliche Kampf gegen eine Lobau-Autobahn geht weiter! Bitte helft mit die dafür notwendigen Rechtsgutachten zu finanzieren! (Für das letzte Gutachten ist uns eine 6 000 Euro Rechnung ins Haus geflattert, und das war es 100% wert)

Auch kleine Beträge helfen, bitte spendet an

Empfänger:

Rettet die Lobau – Natur statt Beton

IBAN: AT74 6000 0000 9216 8510

Vielen Dank!

Im Bild der Groß Enzersdorfer Arm, Lobau, Nationalpark Donau-Auen. 16m unter dem Grund es Gewässers wären schon die Tunnel. Das muss verhindert werden!