Trauerzug für die wegen der Stadtstrasse getöteten Bäume

Diesen Freitag 11.2.2020, von 16.00 bis 19.00 Uhr laden wir zu einer politische Versammlung unter dem Titel/MottoTrauerzug für die für die Stadtstrasse getöteten Bäume ein. Lesen sie hier die Presseaussendung von Lobaubleibt! als Teil dessen sich die BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton versteht.

Trauer und Empörung: LobauBleibt trauert um die Bäume von Hirschstetten

Die LobauBleibt-Bewegung trauert um hunderte von der Stadtregierung für die Stadtautobahn getötete Bäume in der Donaustadt. Sie ruft für diesen Freitag um 16 Uhr zu einer Versammlung am Ort des Geschehens auf.

Am 1.Februar wurde nicht nur das Protestcamp von LobauBleibt in der Hausfeldstraße gewaltsam geräumt. Während die Öffentlichkeit entsetzt auf die zahlreichen festgenommen jungen Klimaschützer:innen und die Zerstörung der Pyramide schaute, startete die Stadtregierung die Kettensägen für einen bespiellosen Kahlschlag: Hunderte Bäume wurden unter Polizeischutz gefällt. Zahlreiche, teils minderjährige Aktivist:innen versuchten, sie mit ihren Körpern zu schützen – leider vergeblich. Sie wurden von der Polizei gewaltsam aus den Bäumen geholt und mussten verzweifelt zusehen, wie die stolzen Bäume Opfer der entfesselten Zerstörungswut der Wiener Stadtregierung wurden.
„Dass die Stadtregierung in Zeiten des Klimanotstands und des Artensterbens an einem Tag, begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot, 380 Bäume fällen lässt, um Platz für die geplante Stadtautobahn zu machen, ist empörend. 40 davon befanden sich in den Blumengärten Hirschstetten, einem beliebten Ausflugsziel und wichtig für die Naherholung der Anrainer:innen und das Mikroklima in Hirschstetten“, so Anna Kontriner von LobauBleibt. 

„Offensichtlich ist, dass viel mehr Bäume auf der Trasse der drohenden Stadtautobahn aufgrund ihres Wachstums unter das Baumschutzgesetz fallen als in deren ursprünglichen Projektunterlagen vermerkt. Am 18.Februar werden die Bäume beim Bundesverwaltungsgericht verhandelt. Noch vor diesem Termin wollte Bürgermeister Ludwig offensichtlich Fakten schaffen, indem er soviele Bäume wie nur möglich töten ließ”, so Jutta Matysek, die sich seit Jahren gegen die Autobahnprojekte engagiert, wütend.

„Die Stadt Wien hatte es eilig, es ging ihr darum den mit Anfang März auf Nistplatzsuche eintreffenden Vögeln den Lebensraum wegzunehmen. Für diese Bäume wird es keinen Vogelgesang mehr geben. Ihre schlafenden Knospen werden keinen Frühling mehr sehen. Die Stadt Wien scheute keine Mühe, um die Bäume möglichst schnell zu entfernen. Ersatzpflanzungen sind nicht hier, sondern ganz woanders geplant – und die Bäume werden Jahrzehnte brauchen, um ähnlich groß zu werden wie die alten”. Die Bevölkerung von Hirschstetten trauert um ihre Bäume und stellt seit dem Tag des Massakers Grabkerzen und Blumen zu ihren Stümpfen.

Mit unserem Trauermarsch wollen wir gemeinsam die Zerstörung sichtbar machen und warnen: Mehr als 100 weitere Bäume sind ebenfalls vom Bau derStadtautobahn bedroht, darunter auch wertvolle Fledermausquartiere. 

Der Trauerzug mit Reden und Musikuntermalung startet am 11.2.2022, (Beginn: 16 Uhr, Süßenbrunner Straße 22; Ende: Ca. 18 Uhr, U2-Station Hausfeldstraße.) Dieser wird als politische Versammlung polizeilich angemeldet. Die Teilnehmenden sind aufgefordert, Masken zu tragen und Abstände zu halten.

Datum

11. Februar 2022
Vorbei!

Uhrzeit

4:00 pm - 7:00 pm

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