Kategorie: Aktionen

Bürgerinitiative Rettet das Lobauvorland und BNWN kämpfen für mehr Lebensqualität

Von Lärm und Abgasen geplagte Bürger*innen fordern dringend Umkehr in der Donaustädter Verkehrspolitik und präsentieren ihr Mobilitätsmanifest.

Eine gänzlich ungewohnte Atmosphäre als sonst bot sich am Freitagnachmittag, 20. März 2015, auf der Kreuzung Brockhausengasse/Lobaugasse. Spielende Kinder in der Straßenmitte, Transparente, Infostände und Heurigentische, an denen zum Kaffee eingeladen wurde. Mehr als 200 Leute waren gekommen, um ihren Unmut über die ständige Zunahme des PKW-Verkehrs – bereits um 8.000 Fahrzeuge pro Tag in der Brockhausengasse – auszudrücken.

In engagierten Debatten mit TeilnehmerInnen stellten die AktivistInnen der Bürgerinitativen klar, dass sie bestens vertraut sind mit den aktuellen Erkenntnissen der Verkehrswissenschaft. Daher sind sie sich im Klaren, dass die geplanten Mega-Verkehrsprojekte Stadtstraße Aspern, Spange S1, sowie die Nordostumfahrung mit Lobautunnel nicht zur Abnahme, sondern zur Zunahme des motorisierten Individualverkehrs im ganzen Bezirk Donaustadt und insbesondere auch im Lobauvorland führen. Es ist völlig unverständlich, dass die Politik an Jahrzehnte alten Konzepten festhält und Milliarden in sinnlose Autobahnbauten stecken will. Das Gebot er Stunde ist ein Maßnahmenpaket – das Manifest für die Mobilität in der Donaustadt!

Volltextversion des Manifests: www.lobauvorland.at

Alle Bilder vom BNWN

Presseaussendung der Plattform Autofreiestadt.at der die BI Rettet die Lobau angehört:

OTS0057 5 CI 0489 NEF0007                             Mi, 21.Sep 2011

Verkehr/Termin/Umwelt/Klima/Wirtschaft/Politik/Wien/Wien

Rasen am Ring, 22.9.2011: Autofreies Fest findet auf begrüntem Opernring statt!

Utl.: Picknick am Autofreien Tag kann trotz angedrohter Untersagung
      durch Wiener Polizei durchgeführt werden. Pressetermin: 12h,
      Opernring. =


   Wien (OTS) – „Rasen am Ring“, das autofreie Fest für eine lebenswerte Stadt, befreit heuer bereits zum 5. Mal Teile der Wiener Ringstraße vom Stau und lädt zu Picknick auf Naturrasen statt Asphalt ein. Die Plattform „Autofreiestadt.at“ schafft am Opernring zwischen 13 und 19 Uhr Raum zum Speisen, Plaudern, Flanieren und Radfahren. Schon in den letzten Jahren hat diese Aktion die Vorteile autofreier Zonen anschaulich vor Augen geführt und tausende WienerInnen zum Verweilen eingeladen. Fast wäre die Veranstaltung heuer den Launen der Exekutive zum Opfer gefallen. Nach vier reibungslos verlaufenen Veranstaltungen seit 2007 hatte die Bundespolizeidirektion Wien heuer plötzlich Bedenken bezüglich des Verkehrsflusses geäußert und wollte die Versammlung kurzfristig untersagen. „Ausgerechnet am Internationalen Autofreien Tag wäre also das in der Verfassung festgeschriebene Menschenrecht auf Versammlungsfreiheit der vermeintlich staufreien Auto-Fahrt geopfert worden!“ empört sich Alec Hager, einer der SprecherInnen der veranstaltenden Plattform „Autofreiestadt.at“.

   Dementsprechend erleichtert sind die OrganisatorInnen über das Einlenken der Exekutive. Die ursprünglich geplante und breit kommunizierte Verlegung und Vergrößerung der erfolgreichen und menschenfreundlichen Veranstaltung auf den Parkring, wo die Beeinträchtigung des Straßenbahnverkehrs vermeidbar gewesen und mit dem Stadtpark eine große grüne Oase entstanden wäre, wurde so aber leider verhindert. „Beinahe wären in Wien die gesellschaftlichen Entwicklungen hin zu zeitgemäßer Mobilität von der Exekutive ignoriert worden, der zustande gekommene Kompromiss engt nun die autofrei Feiernden ein, statt den KFZ-Verkehr in die Schranken zu weisen“, kritisieren die OrganisatorInnen.

Die Plattform „Autofreiestadt.at“ wird von folgenden Organisationen getragen:

   Radlobby IG Fahrrad, Greenpeace, VIRUS, BI Rettet die Lobau, Attac, Fahrrad.Werkstatt im WUK, Arge Schöpfungsverantwortung, Jugend-Umwelt-Plattform JUMP, Global 2000, Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs, Lokale Agenda 21 Alsergrund, Lastenradkollektiv, ARGUS, Institut für ökologische Stadtentwicklung und  Bikekitchen Vienna.

   Anlässlich des Internationalen Autofreien Tags, an dem in vielen Metropolen Europas zu Autoverzicht aufgerufen wird, stellt die Plattform „Autofreiestadt.at“ in Wien die Forderung nach einem nachhaltigen Mobilitätskonzept:

 – Errichtung und Ausweitung autofreier Zonen in Wohngebieten und in
   der Innenstadt, z.B. auf dem Ring und der Mariahilferstraße
 – Keine steuerlichen Begünstigungen für Spritfresser, wie z.B.
   SUVs, und Kostenwahrheit für den Steuerfresser KFZ-Verkehr
 – Massive Förderung unmotorisierten und öffentlichen Verkehrs, wie
   z.B. Tarifsenkungen und radfreundliche Verkehrsgestaltung
 – Ausbaustopp für hochrangige Straßen in und um Wien, wie z.B. für
   Lobauautobahn und A23 Verlängerung.

   Nun kann die Aktion nach Einlenken der Versammlungsbehörde doch durchgeführt werden: Der Opernring ist von 11bis 20 Uhr vom Autoverkehr befreit. Es wird angeraten, an diesem Tag gänzlich auf KFZ-Nutzung zu verzichten. Flankierend zu „Rasen am Ring“ finden am 22.9.2011 weitere Aktionen im Wiener Stadtgebiet statt. Details: www.autofreiestadt.at.

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Pressetermin mit Fotogelegenheit

 Datum:   22.9.2011, um 12:00 Uhr
 Ort:     Opernring vor Nr. 4, 1010 Wien

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Rückfragehinweis:
   Alec Hager, IG Fahrrad,

   Jutta Matysek,
   BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton

   Wolfgang Rehm, Umweltorganisation VIRUS,

   Niklas Schinerl, Greenpeace,

   Pressefotos von Rasen am Ring anfordern: lobby@ig-fahrrad.org
 

In Gasmasken zum Schulanfang

Am ersten Schultag mit der Gasmaske auf dem Kopf vor der Schule in Eßling stehen. Wenn wir die düstere Bedrohung sichtbar machen, lösen wir Betroffenheit aus. Wird das die Zukunft sein, die Kinder erwartet? Die Menschentraube, die sich vor der Schule versammelt, ist sehr interessiert und dankbar für die  Flugzettel.

Kinder brauchen eine gesunde Umwelt, keine Autobahn!

„Umarmung statt Umfahrung“

Wir nutzten den Valentinstag um auf dem Stock im Eisen Platz mit AktivistInnen des „Lobauer Frühling“ und „Free Hugs“, Umarmungen und Blumen, an die Passanten zu verschenken. Mit dieser bewusst emotional gehaltenen Aktion wollen wir zeigen, dass es Wichtigeres im Leben gibt als Tempowahnsinn, Gewinnmaximierung und Transitschneisen.

„Umarmung statt Umfahrung“ und „Make Love not Motorways“ steht auf den Transparenten. Fröhliche AktivistInnen mit „Free Hugs“ Schildern umarmen jede/n der/die sich das wünscht, bunt angezogene Clowns und Waldfeen verteilen Blumen und Flugblätter, musizieren und tanzen.

Die sprichwörtlich grantigen Wiener reagieren überrascht, gerührt. Fünf unbekannte PassantInnen machen spontan mit es ist wie wenn sich Viele eigentlich immer schon gewünscht hätten Menschen spontan zu umarmen. Ohne jede Erwartung dahinter, ohne jeden Stress. Ein bisschen menschliche Wärme in dieser kalten Zeit.

Der Hintergrund der Aktion: Jede neue Autobahn produziert neuen Verkehr und neue Einsamkeit. Im Auto ist mensch allein. (Und wenn zu mehrt nicht miteinander sondern vor allem mit Autofahren beschäftigt). Die Zeit, die wir im Auto eingeschlossen verbringen, frustriert. Eingesperrt in einer drei Quadratmeter großen Konstruktion aus Blech, Glas, Plastik und Silizium, erleben wir keine Gemeinschaft, sondern soziale Isolation.. Das Fehlen des MITEINANDER höhlt unsere Gesellschaft an ihrer sozialen, gemeinschaftlichen Basis aus, wie der Lobautunnel den Nationalpark Donauauen zu untergraben droht.

Wir fordern unsere Lebensqualität zurück. Es braucht mehr, um Menschen glücklich zu machen als Autos und Gewinnmaximierung. Wo sollen die Leute einander frei umarmen, wenn alle Landschaften außer Haus nur auf die Bedürfnisse von Autos zugeschnitten werden? Wir brauchen Zeit & Raum für die Zuneigung! Wo sollen denn die Verliebten in Zukunft spazieren gehen, wo die Kinder spielen, wenn der ausufernde Individualverkehr alle schönen Fleckchen Erde wie die Lobau bedroht?

Beispiel Lobau (Nationalpark Donauauen bei Wien): Bedroht durch die S1, einer sog. „Umfahrung“ die Teil der TEN (Trans European Network) von der Ostsee bis zur Adria ist. Einer internationalen Transitstrecke mit dem vorrangigen Sinn: Schwerverkehr nach Wien zu leiten, Globalisierung anzuheizen. Profit für wenige, Umweltzerstörung und Klimakollaps für Alle.

Aber dass darf nicht so sein! Stattdessen geben wir freie Umarmungen und freies Grün! Wir fordern: Förderung des:Fahrradfahrens, Zugverkehr, der Öffis. Einfacheres, direkteres, energieeffizienteres, ökologischeres Leben. Umbau der Geld-Macht-Expansion-Ausbeutung-Zerstörungs-Maschine.

Und Liebe. Ganz viel.

Jahrestag der Lobaumahnwache

Jahrestag der Lobaumahnwache und Auftakt für weitere Aktivitäten: Wieder am Campplatz! Als wir später mit den Filmen im großen Zirkuszelt anfingen waren 150 Leute da. Danke allen HelferInnen und AktivistInnen!

Sonnenschein und dann herrliche Abendstimmung am Wasser. Zuerst gibts Flamenco, dann spielt der „Lobauer Frühling“ auf – die Stimmung ist super!
Wiedersehensfreude, heißer Tee und dann in unser Kinozelt. Durch die Menge an Menschen ist es auch ohne Heizung warm.

Alle Fotos von Daniel Domany

Film über den Klimawandel – unser Anliegen als Teil eines größeren Ganzen. Es geht uns nicht nur um unseren Naherholungsraum. Durch die Klimaerwährmung steht das ÜBERLEBEN von Millionen Menschen auf dem Spiel. Das Kohlendioxid unserer Autobahnen hilft mit anderswo die Polkappen schmelzen zu lassen. Anstieg des Meeresspiegels droht, Sturmkatastrophen, weite Regionen unbewohnbar, Artensterben, Hungersnöte, … Eine unbequeme Wahrheit.

Wie ein Auftrag für weitere Aktivitäten: Global denken – Lokal handeln: Mit Lobauautobahn und Co. gibts keine Erfüllung des Kyotozieles!

„Skelette“ beim Eröffnungsfest der S1-Süd

Wir demonstrierten am 23.04. nachmittags beim Asfinag-Eröffnungsfest der S1-Süd. Als Skelette verkleidet forderten wir „Nein zum Bau von Transitschneisen“. Neben den Bürgerinitiativen „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ und „Marchfeld – Großenzersdorf“ beteiligten sich auch die Umweltschutzgruppen „VIRUS“ und „Resistance for peace“ an der Aktion. Die Exekutive schritt nicht ein.

Weitere Infos: hier

11. Wiener Auputz-Tag

Beim traditionellen Wiener Auputztag kommen jährlich viele Schulklassen in die Lobau, um diese vom Müll des Vorjahres zu säubern.

Trotz des leider schlechten Wetters machten wir uns mit unseren supercoolen T-Shirts zeitig in der Früh auf den Weg, um rechtzeitig in der Lobau zu sein. Jeder bekam ein paar Handschuhe und einen Müllsack – und auf ging es, quer durch die Lobau. Die Rückkehrer konnten sich mit einem heißen Tee wieder aufwärmen.

Laut Einladung sollte Ulli Sima, Umweltstadträtin von Wien, die fleißigen, jungen UmweltschützerInnen begrüßen. Wir hätten sie auch gerne begrüßt, sahen sie aber nicht. Es besteht der dringende Verdacht, dass ihr Besuch aufgrund des schlechten Wetters nicht stattfinden konnte.

Aktion vor dem Parlament

Am Donnerstag, den 23.03.2006, wurde die Novelle zum Bundesstraßengesetz im Verkehrsausschuss des Nationalrates behandelt. Bestandteil dieser Regierungsvorlage war nicht nur eine Novelle des BStG selbst, sondern auch des Anhanges (Liste der A- und S-Straßen). Es wurden 5 Straßenprojekte neu aufgenommen, davon 3 in Niederösterreich (Marchfeldschnellstraße S8, Weinviertelschnellstraße S3, Traisentalschnellstraße S34), eine in Wien (A24) und eine in Kärnten/Steiermark S37).

Einige Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und Bürger (VIRUS, Bürgerinitiative „Rettet die Lobau, Natur statt Beton“, Bürgerinitiative Marchfeld (BIM), Naturschutzbund Niederösterreich,…) trafen sich am Vormittag, um ein Zeichen gegen diese Novelle zu setzen.

Info-Brunch auf der Süßenbrunner Hauptstraße

Rund 100 AnrainerInnen und UmweltschützerInnen nahmen Donnerstag, den 8. Dezember 2005, an dem Infofrühstück auf der Süßenbrunner Hauptstraße teil. Die Blockade der Hauptstraße begann um 10:00 Uhr und dauerte bis 13:00 Uhr. In dieser Zeit konnten sich die von der geplanten Transitautobahn Betroffenen bei Speis und Trank auf der ausnahmsweise verkehrsfreien B8 über die Auswirkungen, die auf sie zukommen, informieren.

Anschließend gab es einen Spaziergang entlang der geplanten Autobahntrasse. Ein Gebiet, das vor Kurzem noch als „100 Jahre Wiener Grüngürtel“ gefeiert wurde und für das eigentlich geplant war, es als Naturbiotop zu widmen, droht nun, einer Transitautobahn geopfert zu werden.

Video zum download: hier