Der Widerstand gegen die drohenden Autobahnprojekte geht in eine neue Phase:
Folgende Baustellen der Vorbereitungsarbeiten zu einer Stadtstrasse Aspern sind von AktivistInnen besetzt (rund um die Uhr! Sie freuen sich über Besuch und Unterstützung! Die Lage ist zur Zeit seltsam ruhig, die Asfinag und die Stadt Wien scheinen nicht räumen zu wollen): Auf der Höhe der Hirschstettnerstrasse 44 (erreichbar mit der Buslinie 22 A Station Marietta Blau Gasse) und auf der Baustelle in der Hausfeldstrasse (direkt neben der U2 Station Hausfeldstrasse, wo auch die Straßenbahnlinie 26 endet).
Baumpflanzung beim Besetzungscamp Hausfeldstasse
Das Besetzungscamp Wüste (Standort: U2-Station Hausfeldstraße / https://goo.gl/maps/QjpWPwemkjc6zqRK8) lädt euch alle diesen Samstag 10.September 2021 um 12 Uhr ein: Wir werden zusammen einen vier Meter großen Walnussbaum pflanzen, um uns die Natur zurückzuholen. Der Baum ist ein Geschenk von einer lokalen Gärtnerei, die auch von diesem Monsterprojekt bedroht ist. Komm vorbei!
Unabhängig von den Besetzungen gibt es das angemeldete Lobau Protest Camp, wo mensch sich sehr gut informieren und vernetzen kann. Es wurde verlängert! Komm vorbei! Parkanlage Anfanggasse bei der Spargelfeldstraße in Hirschstetten (erreichbar mit 22A, 95A, 95B und 98A – Station Hirschstetten Ort). Das aktuelle Programm findet ihr immer auf https://fridaysforfuture.at/events/camp-fur-die-lobau Wichtig: Habt bitte Verständnis, dass die Camp Regeln die dort angegeben sind eingehalten werden müssen. (3G Nachweispflicht, kein Alkohol, ..)
Infos wie immer auf www.lobau.org oder auf der facebookseite Stop Lobau-Autobahn. Wenn ihr auf Telegram seid könnt ihr aktuelle Infos auch auf https://t.me/Lobaubleibt bekommen.
Bitte um Spenden an: Rettet die Lobau – Natur statt Beton , IBAN: AT74 6000 0000 9216 8510 , BIC: BAWAATWW – Vielen Dank!
Vielen Dank! Bis bald! Eure BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton
Das Forum Wissenschaft & Umwelt will an die Problematik interdisziplinär herangehen und lud daher herzlich zu drei Fachgesprächen mit herausragenden KennerInnen einschlägiger Aspekte in unterschiedlichen Disziplinen ein.
Die Video Aufzeichnungen sind unter den untenstehenden Links online anzusehen und wirklich sehr empfehlenswert!
1)Gesundheit, Recht und Ethik (vom 19.08.2021)
Prof. Dr. Reinhold Christian Dr.in Heidrun ChenPriv.-Doz. Dr. Hanns Michael Moshammer Prof. DI Christian Schuhböck Dr. Josef Unterweger Univ.-Doz. Dr. Peter Weish
3)Ökonomie – Ökologie – Klima – Politik (vom 12.08.2021)
Prof. Dr. Reinhold Christian Univ.-Prof. Dr. Michael Getzner em. o. Univ. Prof.in Dr.in phil. Helga Kromp-Kolb Univ. Prof. Dr. Bernd Lötsch Ing. Werner Schandl Markus Palzer-Khomenko
SCIENTISTS FOR FUTURE Wien-Niederösterreich-Burgenland
Presseaussendung Scientists for Future Wien/NÖ/Bgld ist ein Zusammenschluss von über 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Disziplinen, die sich für eine wissenschaftsbasierte Klimapolitik einsetzen.
Aufgrund der jüngsten Aussagen von Bürgermeister Ludwig in einem Puls4-Interview sehen sich Scientists for Future in Wien, Niederösterreich und Burgenland veranlasst, in aller Deutlichkeit festzuhalten dass der Bau neuerhochrangiger Straßen und Autobahnen ohne jeden Zweifel zur Versiegelung intakter Flächen führt. Es ist zudem wissenschaftlich erwiesen, dass zusätzliche Straßenangebote das Verkehrsaufkommen erhöhen. Der Anteil des Verkehrs am CO2-Ausstoß ist zwischen 1990 und 2019 bereits von 18% auf 30% gestiegen und wird mit der von Bürgermeister Ludwig angedachten Verkehrsstrategie leider weiter ansteigen. Die Versiegelung von wertvollen Böden, die sowohl als Agrarflächen als auch als Lebensraum für Ökosysteme dienen, führt zu einer weiteren Verschärfung der Klimakrise. S4F-Wien/NÖ/Bgld empfehlen daher der Stadtregierung, in Fragen des Umweltschutzes, Klimaschutzes und der Bodenversiegelung erneut ihren Klimarat zu konsultieren. S4F stellen ihren Factsheet zum Lobautunnel zur Einsichtnahme zur Verfügung: https://at.scientists4future.org/wp-content/uploads/sites/21/2021/08/Stellungnahme-und-Factsheet-Lobautunnel-S4F-Wien.pdf
Auch das Forum Wissenschaft und Umwelt hat sich in drei Fachgesprächen gegen die geplante Lobau-Autobahn ausgesprochen! Die sehr empfehlenswerten Video Aufzeichnungen können hier angesehen werden!
Die Wiener Stadtregierung hat mit dem Bau der Stadtautobahn Aspern begonnen – einem Zubringer der Lobauautobahn! Mit unserem Protestcamp, das wir gemeinsam mit dem Jugendrat veranstalten, wollen wir zeigen, dass wir diese Bauarbeiten nicht einfach so hinnehmen. Begonnen hat das Camp nach der Demo letzten Freitag, die um 17 Uhr bei der U2-Station Hausfeldstraße gestartet hat. Danke an die 400 Leute, die hier ein starkes Zeichen gesetzt haben!
Wir freuen uns über jede Person, die vorbeikommt!
Wenn du übernachten willst: Zelt und Schlafsack nicht vergessen
Genauer Standort: Hier – Parkanlage Anfanggasse bei der Spargelfeldstraße in Hirschstetten (erreichbar mit 22A, 95A, 95B und 98A – Station Hirschstetten Ort oder mit der Straßenbahnlinie 26 Station Oberfeldstrasse/Spargelfeldstrasse)
Forderungen
Wir fordern den Baustopp der Stadtstraße Aspern und eine Absage der Lobau-Autobahn!
Stattdessen muss endlich der Öffentliche Verkehr entsprechend ausgebaut werden.
Programm (wird laufend ergänzt, Änderungen sind vorbehalten)
Sonntag, 29.8.
12:00: Erste Hilfe Kurs
14:00: Aktionstraining mit System Change not Climate Change
18:30: Musik von Danny LoCascio
Montag, 30.8.
11:00: Schilder basteln
18:00: Gesprächstraining für die Klimabewegung
18:30: Filmvorstellung
Dienstag, 31.8.
11:00: Bannerworkshop mit Extinction Rebellion
15:00: Workshop – Finanzen und Gruppendynamik
16:30: Lesung – Wie es einmal gewesen sein wird (mit Kurto Wendt)
18:30: Musik von Small Souki
Mittwoch, 1.9.
14:30: Singrunde für groß und Klein mit Karin
16:00: Musik von Tabea Kletzer
17:00: Workshop mit Extinction Rebellion
19:00: Musik von Ernst Palicek
Donnerstag, 2.9.
11:00: Fridays For Future, Jugendrat, System Change not Climate Change und Extinction Rebellion stellen sich vor
18:30: Musik mit Lisa, Krisi und Anna
Freitag, 3.9.
11:00: Workshop – Strategie und Kampagnenplanung
14:00: Musik von Sibille Kefer
17:00: Deadflowers
Regeln
In unserem Camp soll eine friedliche und einladende Atmosphäre herrschen. Wir erwarten von Camp-Bewohner*innen und Besucher*innen, dass sie Camp-Regeln einhalten.
Wir wollen, dass sich alle Menschen auf unserem Camp wohl fühlen und stellen uns gegen jede Form der Diskriminierung.
Es gibt Awareness-Personen, die bei Problemen angesprochen werden können.
Im Camp herrscht ein Verbot von Alkohol und anderen Drogen. Geraucht werden darf in vorgegebenen Zonen.
Wir erwarten von allen Teilnehmenden und Besucher*innen des Camps, dass sie auf Sauberkeit achten und ihren Müll angemessen entsorgen.
Wir halten die vorgegeben Nachtruhe zwischen 20 und 8 Uhr ein.
Die von uns vorgegebenen Hygienemaßnahmen (3G) sollen von allen Teilnehmenden und Besucher*innen eingehalten werden.
Wenn keine andere Möglichkeit besteht, ist es in Ordnung, Hunde in das Camp mitzubringen. Allerdings muss hierbei auf die anderen, im Camp anwesenden, Personen Rücksicht genommen werden. Hunde sollen sich nicht unbeaufsichtigt im Camp aufhalten und sind an der Leine zu führen.
Wenn Fotos im Bereich des Camps gemacht werden, ist darauf zu achten, dass fremde Personen nicht erkennbar sind. Es muss respektiert werden, wenn Personen nicht fotografiert werden wollen.
Bei unseren Veranstaltungen werden Fotos und Videos, darunter auch prominente Einzelaufnahmen, erstellt. Diese Verarbeiten wir nach ART 6 Abs 1 f) DSGVO. Wir schließen nicht aus, dass Film- und Fotoaufnahmen für die Nachbereitung von Veranstaltungen, Vorbereitung auf künftige Veranstaltungen, bezahlte Werbekampagnen oder andere Zwecke im Rahmen der Arbeit von Fridays For Future in Österreich verwendet werden.
Mit der Zerstörung des Feldhamster Lebensraumes an der Hirstettner Strasse hat die Stadt Wien – regiert von SPÖ und Neos – Bauarbeiten für eine Autobahn „Stadtstrasse Aspern“begonnen. Hier ein Video mit Fridays for Future AktivistInnen vor Ort. Liebe SPÖ und Neos, ist es das ,was ihr meint wenn ihr Klimaschutz redet? Autobahnbau? Stadtstrasse, Lobau-Autobahn, S1 Spange, Marchfeldschnellstrasse…Den explodierenden Treibhausgasausstoß aus dem motorisierten Individualverkehr in die Zukunft fortschreiben??? Dem Klimakollaps Gas geben? How dare you? würde euch Greta Thunberg fragen. There is no economy on a dead planet, there are no jobs on a dead planet, there is no survival on a dead planet…
Wer werden natürlich weiter gegen die Stadtstrasse und die anderen drohenden Autobahn Projekte aktiv sein und bitten um Deine Unterstützung!
Zahlreiche zu umweltfreundlicher Mobilität tätige Initiativen, Organisationen und Vereine haben sich geeinigt am 11.6 (bzw bei manchen Gruppen ist es der 12.6) in ganz Österreich dezentrale Aktionen zur Verkehrswende zu machen (Aufruftext siehe unten).
Wichtig: Corona Regeln – wie auch immer die am 11. Juni aussehen werden – sind einzuhalten.
Mit dabei werden Gehzeuge sein! Ein Gehzeug ist ein Rahmen, der von einer Person in der MItte getragen wird und dieselbe Fläche wie ein Auto verbraucht. Dadurch wird auf die ungerechte Flächenverteilung im öffentlichen Raum aufmerksam gemacht, die dem motorisierten Individualverkehr viel mehr Raum einräumt als den nicht motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen.
Ablauf:
16.00 Startkundgebung ist gemeinsam mit der BürgerInitiative „Eurogate Village im Dritten“ (Eine sehr engagierte BI, die gegen Grünraumverlust und Innerstädtische Überhitzung aktiv ist und über die es eine spannende Radio Orange Radiosendung gibt).
Anna -Hand Weg Ecke Otto Preminger Strasse Reden und Musik und Gehzeuge (die schon am Vormittag dort hintransportiert und zusammengebaut werden) anziehen.
Österreichweiter Aufruf
Verkehrswende jetzt! Ebnen wir zukunftsfähiger und gesunder Mobilität statt fossilen Großprojekten endlich den Weg!
Um den drohenden Klimakollaps abzuwenden, unsere Gesundheit zu schützen, um den rasanten Flächenfraß zu verhindern, um zukunftsfähige Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern, brauchen wir eine klima-, umwelt- und menschenfreundliche Verkehrswende JETZT! Trotz dieser sich immer weiter verbreitenden Einsicht und Teilerfolgen wie der Einstellung der Waldviertel-Autobahn und Verschiebung von Flughafen-Bauvorhaben, fließen weiterhin viele Milliarden in Planung und Bau neuer Autobahnen und Schnellstraßen, als ob es keine Alternativen dazu gäbe. In Zeiten des Klimawandels und des weiteren Naturverbrauchs ist das zukunftsfeindlich.
Wir brauchen eine menschengerechte und aufeinander abgestimmte Raum- und Verkehrsentwicklung, die von Vernunft und Verantwortung für unsere Nachkommen und nicht von Investoren und Konzernen geleitet ist. Wir fordern daher:
Vorrang für Schienen-, Bus-, Rad- und Fußverkehr! Investitionen in Erhaltung, Ausbau, Attraktivierung und Vernetzung des öffentlichen Verkehrssystems, Elektrifizierung des Schienenverkehrs und die Förderung der sanften Mobilität. Verlagerung des Güterfernverkehrs von der Straße auf die Schiene. Sozial- und klimagerechte Kosten für alle Mobilitätsformen.
Lebensfreundliche Stadtentwicklung statt Asphalt- und Betonwüsten; Rückgewinnung des öffentlichen Raums für die Menschen statt für Autoverkehr und Parkplätze!
Sofortiger Stopp fossiler und umweltfeindlicher Großprojekte – Nein zum Bau neuer Autobahnen, Schnellstraßen und anderer größerer Straßenprojekte, die wiederum nur weiteren Autoverkehr generieren!
Ökologisch und sozial verträgliche Raumplanung und Arbeitsgestaltung sowie Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, um unnötigen Verkehr und Gütertransit zu vermeiden und Zerschneidung von Landschaften, Zersiedelung und Bodenverbrauch einzudämmen!
Vor allem fordern wir die ernsthafte Umsetzung der Maßnahmen zur Erfüllung der Klimaziele, insbesondere in den Bereichen Verkehr und Mobilität, zu denen sich auch Österreich verpflichtet hat, anstelle von beschwichtigender Klimakosmetik.
Um diesen Forderungen Gehör zu verschaffen, veranstalten wir als österreichweites Netzwerk für eine Verkehrswende von 11. bis 13. Juni 2021 bundesweite Aktionstage. Wir wollen an möglichst vielen Orten in Österreich Aktionen durchführen, um diese gemeinsamen Forderungen mit unseren jeweiligen Anliegen vor Ort zu verknüpfen.
Initiativen/Organisationen, österreichweit, die diesen Aufruf unterstützen:
Arbeitsgemeinschaft Fahrgast OÖ
Attac Österreich
Bündnis Alpenkonvention Kärnten
Bürgerinitiative Eurogate / Village im Dritten
BürgerInitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton
Energieforum Kärnten
Fridays for Future Krems
Fridays for Future Österreich
gegenverkehr Lienz
Initiative PRO Franz-Josefs-Bahn
Initiative Stop Transit – Osttirol
Initiative Verkehrswende jetzt! (Linz)
Initiative Zivilgesellschaft
Kidical Mass Österreich
Klimahauptstadt 2024
Klimaschutzinitiative
Lebenswertes Waldviertel
Metamorphosis 2050
MoVe iT Graz
Parents For Future Oberösterreich
Plattform Klima – Energie – Verkehr
Radlobby Kärnten
Radlobby Krems
Radlobby Waidhofen
Solidarwerkstatt Österreich
Verein Grüngürtel statt Westspange Steyr
Verkehrswende.at (St. Pölten)
Vernunft statt Ostumfahrung Wiener Neustadt
Bisher geplante Aktionen an den Verkehrswendeaktionstagen 11., 12. und 13. Juni 2021
11. Juni 2021
Wien, „Gehzeug“-Demo BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton https://lobau.org/
11.-13. Juni: Gmunden, „150 Jahre Gisela Jubiläumsfest“ am Traunsee, https://www.traunseeschifffahrt.at/fileadmin/user_upload/Rahmenprogramm-150-Jahre-Gisela.pdf
Samstag, 12. Juni 2021
Wochenmarkt St. Gilgen, Plakatständeraktion entlang der ehemaligen/zukünftigen Strecke (Club SKGLB)
Initiativen, Organisationen, Vereine, die diesen Aufruf unterstützen wollen, bitte um Rückmeldung an info@VerkehrsWende-Jetzt.at Hier gehts zum Facebookevent
Bild: Artikel aus: „Die ganze Woche“ vom 11.5.2021.
Lobau – Nationalpark erhalten statt Autobahn!
Die Lobau erlangte schon 1977 die internationale Anerkennung als Schutzgebiet . Damals befand die UNESCO die Untere Lobau als eines der bedeutendsten Feuchtgebiete der Welt und erklärte sie zum „Biosphärenreservat“. Seit 1978 ist die gesamte Lobau Naturschutzgebiet. Und 1997 wurde die Lobau und die gesamten Donau-Auen östlich von Wien bis zur Staatsgrenze der Slowakei zum Nationalpark erklärt.
Wien hat das einzigartige Privileg einen Nationalpark angrenzend, bzw. Als Teil des Stadtgebiets zu haben. “Durch die Unterschutzstellung u.a. als Nationalpark konnte die einzigartige und aus ökologischer Sicht sehr bedeutende Auenlandschaft der Lobau gerettet werden. Die Ausweisung als Biosphärenreservat, Ramsar-Schutzgebiet und Natura-2000-Gebiet unterstreichen die ökologische Bedeutung der Lobau. Spezielle Managementpläne und nicht zuletzt auch das Nationalparkgesetz sollen den langfristige Schutz dieser Lebensräume gewährleisten. Neben dem Arten- und Lebensraumschutz stellen die Erholungsnutzung und die Umweltbildung wichtige Bereiche in der Nationalparkbewirtschaftung dar.”- Soweit die Gemeinde Wien auf ihrer Homepage unter: „Erholungsgebiet Donau-Auen (Lobau)„
Aber: Wie will man diesen langfristigen Schutz der Lobau ernsthaft gewährleisten, wenn man mit der S1 Süßenbrunn bis Schwechat, deren Teil der geplante „Lobautunnel“ wäre eine Autobahn mitten durch plant?
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) droht die internationale Anerkennung als Nationalpark zu entziehen. Sie ist wegen der geplanten Lobau-Autobahn besorgt und fürchtet erhebliche negative Auswirkungen auf den Nationalpark. Sie fordert zuerst Beweise, dass die Donau-Auen – insbesondere das Grundwasser – durch den Bau der Autobahn keinen Schaden nehmen, bevor diese bewilligt werde. (aus: KURIER vom 17.05.2021)
Würde Österreich bzw. Würden die Grundeigentümer des Nationalpark Donau-Auen Wien und NÖ wirklich einen internationalen Schutzstatus risikieren? Die Vergangenheit hat gezeigt: Ja würden sie.
Still und heimlich wurde im Jahr 2017 der UNESCO Biosphärenreservats Status aberkannt. Die Frage drängt sich auf: Vorleistung für den Bau der Autobahn? Wollte man so einer öffentlichkeitswirksamen Rüge durch die UNESCO vorgreifen? Der offizielle Grund war fehlende Einteilung in Zonen verschiedener Schutzklasse (Kernzone usw.) Es wäre aber ein Leichtes gewesen solche Flächen zu benennen und den Schutzstatus weiterzuhaben. Allerdings kann ein UNESCO Schutzstatus im Weg sein, wenn man größere Bauvorhaben vorhat – siehe Heumarkt Projekt). Die Öffentlichkeit wurde darüber in keinster Weise informiert. Erst auf unsere Nachfrage hin sagte uns die Forstverwaltung, “macht ja nix, weil die Lobau eh noch Nationalparkstatus hat.“
Wenn dieser aber jetzt wegen dem Bau der S1 der Nationalparkstatus verloren geht? Dann drohen höchstwahrscheinlich fatale Auswirkungen nicht nur auf die Lobau, sondern auch auf das gesamte derzeitige Schutzgebiet: Es gibt sehr viele Begehrlichkeiten an das Gebiet, die derzeit der Schutzstatus fernhält. Aber wenn er fällt? Was für Immobilienhaie, Tanklagererweiterer, Jagdtgebieteinzäuner, Abholzer, Betonierer usw. werden dann aus ihren Löchern kriechen….? Es könnte auch eine Signalwirkung auf andere Schutzgebiete haben: Wenn nicht einmal ein Gebiet, dass Nationalpark, Natura 2000-, Ramsar-, Trinkwasserschutz-, Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiet ist, sicher ist, welches “normale” Schutzgebiet in Österreich ist dann noch sicher? Das darf auf keinen Fall passieren! Autobahn stoppen! Nationalpark erhalten!
Auf der nicht untertunnelten Hälfte der Lobau-Autobahn zwischen Süßenbrunn und Großenzersdorf hat die Asfinag Anfang April 2026 mit Bauvorbereitungsarbeiten begonnen. Furchtbar! Aber im Vergleich zu den drohenden Betonorgien, wenn die Autobahn selbst gebaut wird, ein verhältnismäßig kleiner und vor allem immer noch reversibler Eingriff.
Im März 2027 will sie mit großen Asphaltier- und Betonierarbeiten der Autobahn losschlagen – mitten in kostbarsten Ackerboden. Für diesen – als erster Verwirklichungsabschnitt bezeichneten – Autobahnteil entlang der Stadtgrenze sind UVP- und Materieverfahren abgeschlossen. Aber es ist keine ordnungsgemäße Strategische Umweltprüfung erfolgt wie sie das EU Recht bei Großprojekten zwingend vorsieht. Wir sehen daher – gestützt auf die Rechtsgutachten von den Europarechtsexperten Dr. Müller und Dr. Lachmayer – jedliche Baumaßnahmen für diese Autobahn als illegal an, weil eine Lobau-Autobahn ohne abgeschlossener SUP gar nicht im Bundesstraßenverzeichnis stehen darf und wegen der EU rechtlichen Verpflichtung zur Rechtsbereinigung von dort gestrichen werden muss. Wenn eine Lobau-Autobahn nicht im Bundesstraßengesetz ist hat die Asfinag keine rechtliche Grundlage weiter für diese zu arbeiten!
Beim Europhäischen Gerichtshof Eugh ist ein Verfahren gegen die gesammt S1 Süßenbrunn bis Schwechat anhängig, also für beides nichtuntertunnelte Hälfte und Tunnelhälfte. Der Eugh wird im Herbst entscheiden, leider hat dieses Verfahren aber keinen Aufschiebende Wirkung. Das macht sich Verkehrsminister Hanke zu Nutzen: Trotz der fehlenden Rechtssicherheit für dieses Horrorprojekt hat er angeordnet Bauvorbereitungsmaßnahmen zu beginnen. Er will offensichtlich Fakten in Beton gegossen schaffen und riskiert damit ein EU Vertragsverletzungsverfahren mit EU Strafzahlungen (die dann die Steuerzahlenden berappen müssen).
Für den 2. Verwirklichungsabschnitt sind 6 Materierechtsverfahren anhängig (Wasserrechtsverfahren, Naturschutz- und Nationalparkrechtsverfahren werden geteilt nach Wien und NÖ) und weiters ein UVP Änderungsverfahren mit denen sich BürgerInitiativen und Umweltorganisationen herumschlagen müssen.
Auch die anderen geplanten Autobahnprojekte im Nordosten Österreichs bedrohen Schutzgebiete: Die S1 Spange ein Landschaftsschutzgebiet, die S8 Marchfeldschnellstrasse West ein Europaschutzgebiet für den vom Aussterben bedrohten Triel, der östliche Teil ist als Brücke durch die Marchauen – Natura 2000 Gebiet und Vogelschutzgebiet – geplant).
Wichtig: All die Verfahren entscheiden nur, ob – nach den geltenden Gesetzen – gebaut werden DARF. Auch wenn von den Gerichten ein go kommt, die Entscheidung, ob gebaut werden SOLL ist immer noch eine politische Entscheidung. Eine einfache Mehrheit im Parlament kann die Autobahn Projekte zu jedem Zeitpunkt aus dem Bundesstrassengesetz Anhang 2 streichen. Alle dazugehörenden Verfahren wären dadurch mit einem Schlag beendet. Klingt utopisch, hat es aber in der Vergangenheit schon mehrfach gegeben. Das müssen wir JETZT erreichen. Bevor es zu spät ist.
Weil in der Wasserrechtsverhandlung des Lobau-Tunnels, nicht demonstriert oder fotografiert werden darf, wollen wir vor dem Eingang des Verhandlungsgebäudes unseren Protest gegen diese unverantwortliche Gefährdung des Grundwassers zeigen! Die Kundgebung war, trotzdem sie sehr früh angesetzt und unter der Woche und außerhalb von Wien stattfand, sehr gut besucht. Ca. 50 AktivistInnen demonstrierten gemeinsam mit 25 LandwirtInnen, die um ihr Wasser und damit um ihre Ernten fürchten müssen! Auf Tischen hatten die LandwirtInnen ihre Produkte aufgebaut: Frischgemüse – regional und saisonal – das von ständiger Bewässerung abhängig ist und bei dem schon kurzzeitige Ausfälle die Pflanzen zum Absterben bringen können, was für den betroffenen Betrieb ein Totalausfall sein kann – mit extremem finanziellen Schaden. Existenzbedrohend.
Die Auswirkungen in Bau und Betrieb könnten in mehrerer Hinsicht verheerend sein: Direkt an der Nationalparkgrenze, wo das Nordportal droht, ist eine 40 Meter tiefe Baugrube geplant, für die die Asfinag permanent das Grundwasser, das sich hier sehr nahe an der Oberfläche befindet und sonst die Baugrube unter Wasser setzen würde wegpumpen muss. Dadurch würde ein großer Absenktrichter im Grundwasser entstehen, der weit in den Nationalpark Donau-Auen hineinreichen würde. Dort befindet sich mit dem Groß Enzersdorfer Arm das wichtigste Augewässer der Lobau, Lebensraum zahlreicher geschützter Arten. (Dieses Gewässer hat jetzt schon jahrelang immer wieder gefährlich niedrige Wasserstände und muss mittels oberirdisch eingeleitetem Wasser aus der Neuen Donau versorgt werden).
Von dort Wasser quasi von unten wegzuziehen, könnte das Ende dieses Gewässers als Lebensraum für Feuchtraumbewohner sein. Ebenso würde auch der beliebte Badeplatz bei der Stadler Furth bedroht.In Essling droht der aufsteigende Tunnel – wie eine Grundwasserbarriere – den unterirdischen Strom zu hemmen.
Die Häusern auf Esslinger Seite müssen feuchte Keller fürchten, denen in Groß Enzersdorf könnten die Brunnen trocken fallen. Für den Tunnel würden in 60 Meter Tiefe in die Dichtwand der Altlast Tanklager Lobau 2 Löcher a 15 m Durchmesser gebrochen werden. Ob der Grundwasserstrom dann die Ölverseuchung in das dahinter liegende Trinkwasservorkommen, die Katastrophenvorsorge der Stadt Wien, tragen würde, ist ungewiss. Es reicht schon 1 Tropfen Öl um 600 – 1000 Liter Wasser ungenießbar zu machen..In Schwechat müßte für die Baugrube ebenfalls das Grundwasser abgesenkt werden. Es geht um bis zu 4 Meter! Die Bauern der Umgebung fürchten um ihre Brunnen und um ihre Ernten. Auch unter der Raffinerie Schwechat ist eine Altlast abgesichert durch Dichtwände. Werden die auch während 7 Jahren Großbaustelle mit riesigen Maschienen und dementsprechenden Erschütterungen dicht bleiben?
Wir befinden uns hier in einem bis in heutige Zeit aktivem Erdbebengebiet…Deshalb: Nein zu einer Lobau-Autobahn! Die Kundgebung wird polizeilich angemeldet. Die Teilnehmenden sind aufgefordert die zum Zeitpunkt der Versammlung geltenden Corona Bestimmungen einzuhalten. Bitte Masken aufsetzen und Abstände einhalten! Danke für ihr Verständnis.
Wie verheerend wirkt sich die geplante Lobau-Autobahn samt Lobautunnel auf unsere Umwelt aus? Warum steckt Österreichs Verkehrspolitik immer noch in den 1970er-Jahren fest? Wie schlimm ist die Lage auf globaler Ebene inzwischen? Und warum ist gewaltfreier Ungehorsam ein so effektives Mittel gegen realitätsferne Politik?Jutta von der BI „Rettet die Lobau“ und Martha von Extinction Rebellion geben gemeinsam Auskunft.Link zum Call: https://us02web.zoom.us/j/82129775702Meeting ID: 821 2977 5702 Find your local number: https://us02web.zoom.us/u/kdTeQ3he5X
Ein tolles Video von unserer Raddemo am 24.4.2021 zu den Schauplätzen der geplanten Autobahnen von der bekannten Filmemacherin Ulli Gladik!
Mit 50 – 150 TeilnehmerInnen haben wir gerechnet, gekommen sind zwischen 850 und 2000! Ein großer Erfolg, der zeigt wie wichtig das Thema der Zivilgesellschaft geworden ist, und wieviele diese drohenden Autobahnprojekte verhindern wollen!
Bilder von der Raddemo von Aspern Nord, über die Seestadt, bei der geplanten Tunneleinfahrt vorbei, durch die Lobau:
24.April 2021 14-18h Lobau: Demo – Ausflug per Fahrrad Eine andere Mobilität ist notwendig – Keine neuen Autobahnen!
Obwohl die Genehmigungsverfahren für die Lobau-Autobahn noch nicht zu Ende ist, will die Asfinag am 30. Juni zu bauen beginnen. BürgerInitiativen und Umweltorganisationen versuchen natürlich dieses Wahnsinnsprojekt zu bekämpfen. Es besteht vorallem bei der Nicht-Tunnel-Strecke die Gefahr, dass mit Beton Fakten geschaffen werden. Die Autobahn ist zwar als S1 Süßenbrunn bis Schwechat im Anhang 2 des Bundesstraßengesetzes vermerkt, sie könnte aber – jederzeit und egal in welchem Stadium die Genehmigungsverfahren sind – von dort wieder gestrichen werden. Dazu braucht es nur eine einfache Mehrheit im Parlament – JETZT!
Die Lobau ist ein Naturparadies in bzw. angrenzend an Wien und für Hunderttausende ein Naherholungsgebiet. Nicht nur deswegen müssen wir die drohende Zerstörung abwenden. Im Kern geht es um die dringend notwendige tiefgreifende Wende hin zum öffentlichen Verkehr, Fahrrad und zu Fuß gehen. Nicht nur für den Klima- und Bodenschutz müssen wir weg von der systematischen Bevorzugung des Autoverkehrs. Sondern für die Umwelt, für den Erhalt und die Wiedererlangung unserer unmittelbaren Lebensqualität. Und, weil der öffentliche Verkehr auch sozial gerechter ist.
Zudem: Die logischen Öffi Alternativen sind viel billiger zu errichten und zum Teil bereits da! Z.B.: die Schnellbahnlinie S80 als Ost-Süd-West-Tangente. Sie müsste nur nach dem Vorbild der Stammstrecke ausgebaut und mit einem Buszubringernetz bedient werden. Die Kosten der Investitionen beliefen sich auf einen Bruchteil jener für die zwei Lobautunnel, würden aber wesentlich mehr Arbeitsplätze schaffen.
Wir laden alle dazu ein, per Fahrraddemo ihre Meinung kundzutun und sich auch die Situation vor Ort mit uns anzusehen. Auch die Schauplätze der – ebenfalls akut drohenden – städtebaulichen Katastrophe einer Autobahnverbindung durch Hirschstetten und das Stadtentwicklungsgebiet Seestadt: „Stadtstrasse Aspern“ und „S1 Spange Seestadt“.
ExpertInnen sowie AktivistInnen erklären an folgenden Stationen Aspekte wie Gesundheitsbeeinträchtigung, Raumplanung, Städtebau, Verkehr, Mietpreise, Trink- bzw. Grundwassergefährdung, Naturschutz, Ökologie, Geschichte usw.
Die Fahrraddemo wird als politische Versammlung polizeilich angemeldet: Wir fordern alle Teilnehmenden auf die geltenden Covid-Schutzmaßnahmen einzuhalten.
Heute 14 Uhr Fahrraddemo bei der U2 Station Aspern Nord (Nelson Mandela Platz)! Wer kein Fahrad hat oder wem das Mitfahren der ganzen Demoroute zu anstrengend oder zeitaufwendig ist, kann trotzdem zumindest teilweise dabei sein: Einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur ersten Station kommen: U2 oder S- und Regionalbahn (Richtung Marchegg, Bratislava oder S80) oder Buslinie 89A oder 95A und dann mit der U2 zur zweiten Zwischenkundgebung bei der U2 Endstation Seestadt fahren (Wangari Maathai Platz). Sei dabei!
Die Demo Route: Auftaktkundgebung: Nelson-Mandela-Platzüber den Fußgänger-Radfahrer-Steig zum Am Heidjöchl und auf die Trasse unter der Brücke (Verlängerung Mayredergasse); wieder zurück über die Brücke dann Schotterstraße an der Notgalerie vorbei bis zum Asperner See;westlich am Asperner See vorbai auf die Janis-Joplin-Promenade; Lydia-Sicher-Gasse
Zwischenkundgebung: Wangari-Maathai-PlatzSeestadtstraße; Josefine-Hawelka-Weg; Eßlinger Hauptstraße; Kiwischgasse, Wiethestrasse Weidingerdamm Zwischenkundgebung: Ecke Kastanienallee (Nähe WHC) WeidingerdammWeg hin zur Stadler Furt weiter am Feldweg zur Auenheimergasse – Kaudersstrasse
Zwischenkundgebung: Esslinger Furt außerhalb des NationalparkgebietSchweigefahrt auf Mühlhäufel – rechts in die Vorwerkstraße – links am Radweg weiter zu Parkplatz Panozzalacke – Lobgrundgasse – QuerungRaffineriestraße – auf dem Fahrradweg am Damm weiter bis Bieberhaufenweg –
Zwischenkundgebung: beim NationalparkhausDechantweg; Biberhaufenweg; Querung Raffineriestraße auf Radweg am Damm bis zur
Schlusskundgebung: Am Kaisermühlendamm am nördlichen Platz bei der aufgelassenen S-Bahnstation Lobau bei Ostbahnbrücke
Programm:
Auftakt: Nelson-Mandela-Platz, Aspern Nord (14h)
Wolfgang Rehm, Virus
Werner Schandl, Hirschstetten retten
Kundgebung: Wangari-Maathai-Platz, Seestadt U2 (14h45)
Peter Weish, Naturschutzbund Wien
Barbara Laa, TU Wien Verkehrsplanung
Kundgebung: Tunneleinfahrt: Ende Kastanienallee (Nähe WHC) (15h30)
Heinz Högelsberger, Referent der AK für Verkehrspolitik, Gewerkschafter und Umweltaktivist
Elfriede Schoitsch, Solidarwerkstatt
Willi Langthaler, Personenkomitee Selbstbestimmtes Österreich
Hier ein Video Statement von Simon Pories, Student der Raumplanung und Aktivist von Fridays for Future. Er erklärt am Autobahnkreuz A23/22 warum er gegen neue Autobahnen ist.
Die Fahrraddemo wird als politische Versammlung polizeilich angemeldet: Wir fordern alle Teilnehmenden auf die geltenden Covid-Schutzmaßnahmen einzuhalten und sich im Nationalpark angemessen zu veralten.
Unterstützende Organisationen:
Bürgerinitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton