Schlagwort: S80 Lobau

So, 4.7.2021: Lobau Forum

Gemeinsam gegen die geplanten Autobahnen und für umweltfreundlichen Verkehr: 16h Pappelweg 3, 1220 Wien
Im Gemeinschaftsraum des Siedlerverein Fischerwiese-Wulzendorf, mit Garten aber Wetter-sicher; am Rande der Lobau – Die Ecke ist Opfer der Schließung der S-Bahnstation Lobau!

Nein zu einer Lobau-Autobahn, einer Stadtstrasse, einer S1 Spange und einer S8 Marchfeldschnellstrasse!

In den letzten Monaten haben zahlreiche Mobilisierungen, Wortmeldungen und auch ihre Reflexion in den Medien gezeigt, wie stark die Ablehnung dieser umweltfeindlichen und unsozialen Projekte in der Bevölkerung ist. Es geht um den Klimawandel, der nicht zur Klimakatastrophe werden soll. Wir verlangen konkrete Taten – hier und jetzt – statt leerer Worthülsen (a la „Klimamusterstadt Wien“). Mehr noch, es geht um unsere Lebensbedingungen im umfassenden Sinn und eine sozial gerechte Gestaltung des öffentlichen Raumes und eine Mobilität, die unserer Umwelt keinen Schaden zufügt.

Es braucht eine grundlegende Wende hin zum öffentlichen Verkehr, Radfahren und Zu Fußgehen im gesamten Großraum Wien. Eine Wende, die für Alle gut ist. Insbesondere für die weniger Wohlhabenden.Wir sind viele, vielleicht sogar eine Mehrheit. Jedenfalls wollen und können wir eine werden. Dazu bedarf es jedoch einer viel stärkeren Artikulation der verschiedensten sozialen, politischen und kulturellen Sektoren. Nur gemeinsam können wir die drohenden Autobahnen verhindern.

Wir laden alle Menschen, Strömungen und Gruppen zu einem Forum ein, um gemeinsam an der Entwicklung eines politischen Bündnisses zu arbeiten, und mögliche Aktivitäten für den Herbst zu konzipieren. Einem Forum, das die Eigenständigkeit der AkteurInnen erhält, aber dem gemeinsamen Ziel dient.

VeranstalterInnen (Liste offen):
• Heinz Mutzek, Biolandwirt in der Donaustadt, BürgerInnen-Netzwerk
• Irmgard Hubauer, Stadtsoziologin und Laabergbäuerin
• Hannes Buchegger, lebt (fast) energieautark, Selbstbestimmtes Österreich
• Gerhard Hertenberger, Biologe, freier Journalist und Mitbegründer der BürgerInitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton
• Wolfgang Sigut, Kaktus, Donaustädter Bezirkszeitung
• Gernot Bodner, Assistenzprofessor für Nutzpflanzenökologie an der Boku
• Gerald Oberansmayr, Aktivist der Initiative Verkehrswende jetzt!
• Hilde Grammel, Lehrerin im Ruhestand, Übersetzerin, Historikerin; KPÖ, Seestadt
• Peter Weish, Veteran der Bewegung gegen die Kraftwerke Zwentendorf und Hainburg, Naturschutzbund Wien
• Elfriede Schoitsch, Solidarwerkstatt Wien
• Jutta Matysek, BürgerInitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton
• Manfred Rakousky, echt Grün, Mariahilf
• Christian Knotzinger, Mitglied der BürgerInitiative Rettet die Lobau, Umweltaktivist seit Hainburg
• Martha, Extinction Rebellion
• Vicky Gabriel, Raumplanerin, Wien
• Anna Aigner, Aktivistin bei Mehr Platz für Wien

Leider zu schön um wahr zu sein: Wiedereröffnung der S80 Stationen Lobau und Hausfeldstrasse nicht geplant!

„Die Schnellbahnlinie S80 wird wieder in der Station Lobau stehen bleiben und in der Station Hausfeldstrasse! Ein Sieg für den Klimaschutz!

Am 30.12.2020 wurde auf der Seite der Wiener Linien unter dem Titel „Blick in die Zukunft“ der neue Plan für das zukünftige Netz online gestellt: https://blog.wienerlinien.at/zeitreise-die-welt-der…/ Dabei wurde auch diese Sensation präsentiert. Wir von der Bürgerinitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton freuen uns gemeinsam mit all den Vielen, die diese Verbindung so dringend brauchen, wenn wir hier in Zukunft wieder in die S80 einsteigen werden können! Je früher es umgesetzt wird, desto besser!

Wir fordern diese Wiedereröffnungen schon lange, und danken den Wiener Linien und ÖBB, die hier klimafreundliche Mobilität ermöglichen werden!

Entlastung für die Südosttangente – Alternative zu einer Lobau-Autobahn

Die S80 läuft genau parallel zur Südosttangente und mit diesen neuen Stationen und einer Intervallverdichtung kann sie eine ideale Entlastung der A23 sein! Rund um die Station Lobau und Hausfeldstrasse gibt es in den letzten Jahren massive Bautätigkeit und Zuzug. Mit diesen wiedereröffneten Stationen werden die BewohnerInnen die Autos stehen lassen können und umweltfreundlich mit der Schnellbahn in kürzester Zeit z.B. beim Hauptbahnhof sein können! Wer zur Donauinsel oder in die Lobau zum Picknicken, Schwimmen, Spazierengehen, Skaten oder Radfahren will, für den ist die S80 Station Lobau einfach der kürzeste Weg, wo man das Fahrrad bequem mitnehmen kann.

Wir hoffen natürlich, dass die Stadt Wien bei der Wiedererrichtung der Station Lobau gleich die Gelegenheit beim Schopf packt und ein barrierefreier, sicherer Übergang über die stark befahrene Raffineriestrasse hinüber zur Donauinsel ermöglicht werden wird. Das wäre eine Win-win Situation für alle Erholungsuchenden, die dann nicht mehr mit ihren Kinderwägen ums liebe Leben laufen müßten, wenn sie auf die andere Seite wollen.

Wenn die S80 in der Hausfeldstrasse wieder hält, ermöglicht man so nicht nur den direktesten Umstieg in die U2 (im Moment muss man dafür umständlich nach Aspern Nord fahren) sondern auch in die Straßenbahnlinie 26 und die Buslinien 85A, 95B, 97A. Auch so kann wesendlich zur Attraktivierung der Öffis beigetragen werden, weiß man doch, dass jeder Umsteigevorgang Fahrgäste „kostet“.

Der „Blick in die Zukunft“ den uns die Wiener Linien hier zeigen, freut nicht nur die Bevölkerung sondern auch das Klima und die Umwelt. Wir hoffen, dass bald die genaueren Details und Zeitpläne für die Umsetzung präsentiert werden!

(Plan am Beginn dieses Beitrages aus dem Wiener Linien Artikel vom 30.12.2020).“

Ulli Sima geht lieber mit Parteifreunden Ziegenstreicheln als zu ihrer angekündigten Publikumswanderung mit Fragemöglichkeit

Presseaussendung der BürgerInitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton vom 5.10.2020

Via Bezirksblätter hatte Frau Umweltstadträtin Sima für heute Montag 15 – 16.30 Uhr verkündet, sie werde „durch die Lobau wandern und Interessierten für alle Fragen zur Verfügung stehen“. Beim Nationalparkhaus Lobau, wo die „Publikumswanderung“ starten sollte, wartete, trotz des für arbeitende Menschen sehr unpraktischen Termins, eine Menschentraube mit ihren Fragen. Wer kam nicht? Frau Sima. Sie fand es auch nicht notwendig die Veranstaltung in irgendeiner Form abzusagen. Dementsprechend sauer waren auch die Wartenden des „Publikums“, an denen – und ihren Anliegen – Frau Sima offensichtlich kein Interesse hatte.

Viele waren gekommen um auf die fortschreitende Austrocknung der Lobau hinzuweisen, sie wollen, dass die Stadt Wien mehr Wasser via Dotation einleitet und nicht mehr notwendige Sperrbrunnen beim Tanklager ausschaltet und damit den sinnlosen Aderlass des Augebietes in die Donau beendet. Sie hatten über 2000 Unterschriften gesammelt, die sie gerne übergeben hätten. Keine Chance. Auch die liebevoll ausgearbeiteten Fragen zur geplanten Transitschneise Lobau-Autobahn und der durch diese zu erwartende Mehr-Ausstoß von Treibhausgas (+60 % im Projektgebiet!) und Luftschadstoffen, die drohende Zunahme von Verkehr, Lärm und Bodenvernichtung bleiben ignoriert. Ebenso die brennende Frage nach den dringend benötigten S80 Schnellbahn Stationen Lobau und Hausfeldstrasse, die man Frau Sima als Verantwortliche für die Wiener Linien stellen wollte, blieben unbeantwortet. Wie notwendig öffentliche Verkehrsmittel über die Stadtgrenze hinaus für PendlerInnen sind, um umweltfreundlich mobil zu sein, interessierte offensichtlich auch nicht.

Jutta Matysek von der BürerInitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton: „Wir sind über eine Stunde da gestanden und haben gewartet. Es wäre Frau Sima sicher ein Leichtes gewesen die Angestellten des Nationalparkhauses anzuweisen zumindest mit einem Zettel mit einer Absage an die Türe hängen zu lassen. Hat sie aber nicht. Umso mehr ärgert es dann, wenn man im Nachhinein auf Facebook Seite von Josef Taucher lesen muss, sie hat auf der Kleinen Stadtfarm in der Naufahrtgasse, keine 5 Min entfernt „eine Bezirkstour zu den verborgenen Schätzen der Donaustadt unternommen.“ Ein Fotoshooting mit Josef Taucher und anderen Parteifreunden incl. Ziegenstreicheln war wichtiger als die Anliegen der Bevölkerung. Bitter, wenn die für so wichtige Umweltthemen zuständig Stadträtin Bürgernähe vermeidet.“

Radio Orange hat sich bei den Wartenden umgehört und daraus einen Radio Beitrag der Sendereihe „trotz allem“ gestaltet. Hier ist er zum Nachhören archiviert.